Kein nachhaltiger Frieden
ohne Glauben - Teil 2

Ein Appell an alle Entscheidungsträger dieser Welt

Fortsetzung von Teil 1

Bereits im 1. Teil dieses Beitrags wurde ein Appell an alle Entscheidungsträger dieser Welt ausgerufen.

Wir möchten Ihnen jetzt aber in diesem Zusammenhang einige Passagen aus dem Gesamtwerk Risale-i Nur zitieren, die sich mit dem Glauben an den Jüngsten Tag befassen.

Sie machen unser Problem und den Hintergrund des Appells deutlich:

Dritter Lichtstrahl, Die Lichtstrahlen, Sözler Verlag

DER GLAUBE AN DIE ZUKÜNFTIGE WELT

Fähigkeiten und Begabungen des Menschen – seine Verfügungsgewalt über alle Wesen der Erde

Aufwendungen auf dem Übungsgelände, Feldlager, auf der Ausstellung Erde, Erscheinungen der Herrlichkeit,  Ansprachen und göttliche Geschenke auf ihn kann nicht auf dieses vergängliche Leben beschränkt sein

Auch die höchste Wichtigkeit, die dem Menschen gegeben wurde, der in einer kurzen Zeit unendliche Aufgaben erfüllt, diesem Mensch sind Fähigkeiten und Begabungen verliehen worden, die es nahe legen, dass er für ewig leben soll. Weil er über alle Wesen der Erde die Verfügungsgewalt hat, wegen der unendlichen Aufwendungen, die für ihn auf diesem Übungsgelände gemacht werden, dieses temporäre Feldlager auf der Erde, diese vergängliche Ausstellung, und auf Grund der zahllosen Erscheinungen der Herrlichkeit, der unzähligen Ansprachen durch Gott und wegen unübersehbarer Göttlicher Geschenke, die auf ihn schauen, kann dies sicherlich nicht auf dieses vergängliche – es tut mir leid – verwirrte Leben, dieser flüchtigen Welt voller Kummer und Sorgen beschränkt sein. Da dies allein für ein anderes, ewiges Leben und ein immerwährendes Reich der Pracht sein kann, weist dies auf, ja bezeugt dies sogar die Gewährungen des Jenseits im immerwährenden Reich.

Dritter Lichtstrahl, Die Lichtstrahlen

DER GLAUBE AN DIE ZUKÜNFTIGE WELT

Erwählteste Ergebnis, erwählteste Essenz – auserwählten unter den Lebewesen mit einer Seele – einsichtige Wesen – verständigste Natur hat, ist der Mensch.

Wahre Freund des Ewigen Einen sollte ewig sein,
und der bewusste Spiegel des Beständigen Einen sollte beständig sein

….Dass das erwählteste Ergebnis des Universum das Leben ist und die erwählteste Essenz des Lebens die Seele. Die auserwählten unter den Lebewesen mit einer Seele sind die einsichtigen Wesen. Der eine unter den einsichtigen Wesen, der die verständigste Natur hat, ist der Mensch. Da das ganze Universum dem Leben untergeordnet ist und für das Leben arbeitet, und die Lebewesen den Lebewesen mit einer Seele untergeordnet sind und für sie in diese Welt geschickt wurden, und die Lebewesen mit einer Seele dem Menschen untergeordnet sind und ihn unterstützen, und da die Menschen durch ihre Veranlagung ernsthaft ihren Schöpfer lieben und ihr Schöpfer sie sowohl liebt als auch sie durch jedes Mittel dazu bringt, ihn zu lieben, und da die angeborene Fähigkeit des Menschen und seine geistlichen Fähigkeiten sich auf eine andere, ewige Welt und ein immer währendes Leben beziehen, und da sein Herz und seine Einsicht mit aller Kraft Ewigkeit wünschen, seine Zunge in den endlosen Gebeten Seinen Schöpfer um Ewigkeit bittet, würde Er sicherlich nicht die Menschen kränken, die ihn sehr lieben und geliebt werden, indem er sie nicht wieder zum Leben erweckt. Und indem er sie für eine ewige Liebe erschaffen hat, wäre es nicht möglich, sie ewige Feindschaft spüren zu lassen. Die Menschen wurden in diese Welt geschickt um zu arbeiten und um in einer anderen, ewigen Welt glücklich zu Leben und dieses Leben hier zu gewinnen. Die Namen, die im Menschen in diesem kurzen vergänglichen Leben erscheinen, zeigen, dass die Menschen, die ihre Spiegel im Reich der Ewigkeit sein werden, ihre ewige Erscheinungen erhalten werden.

Ja, der wahre Freund des Ewigen Einen sollte ewig sein, und der bewusste Spiegel des Beständigen Einen sollte beständig sein.

Diese in dieser Welt sind nur Beispiele, um sie den Kunden zu zeigen

Auch diese wertvollen Geschenke und Gnaden, diese außerordentlichen Aufwendungen und dieses Gewähren für das vergängliche Leben in dieser vergänglichen Herberge und diesem flüchtigen Gästehaus zeigen durch die Hände der Bäume und der Pflanzen, ja in der Tat sie bezeugen, dass, um nicht alle Geschöpfe dazu zu bringen, zu sagen – entgegen dem notwendigem Ergebnis all Seiner Aufwendungen und Seines Gewährens, das dazu dient, ihn bekannt und geliebt zu machen: „Du hast uns einen Geschmack gegeben, aber dann aber hast du uns verurteilt, ohne uns erlaubt zu haben, zu essen“ Dann erklären sie nicht die Herrschaft Seiner Gottheit für Nichtig, leugnen nicht Seine unendliche Gnade. Und um seine sehnsüchtigen Freunde nicht zu Feinden zu machen, indem ihnen dies vorenthalten wird, hat der Großzügige All-Barmherzige für Seine Diener, die er in das immerwährende Reich geschickt hat, in Seinem Ewigen Paradies eine ewige Welt eingerichtet, mit Frucht tragenden Bäumen und blühenden Pflanzen, die einem Paradies angemessen sind. Sie stammen aus dem Schatzhaus seiner Gnade. Diese in dieser Welt sind nur Beispiele, um sie den Kunden zu zeigen.

Dritter Lichtstrahl, Die Lichtstrahlen

Elfter Lichtstrahl, Die Lichtstrahlen, Sözler Verlag

DER GLAUBE AN DIE ZUKÜNFTIGE WELT UND GESELLSCHAFTLICHER FRIEDEN

In diesem Thema sind ein Hundertstel vom Nutzen des Glaubens an das Jenseits zusammen gefasst, darunter der, welcher zu Glück in dieser Welt und in der Nächsten führt…

Hier werden wir zusammenfassend drei oder vier der Hunderte von Ergebnissen des Glaubens an das Jenseits beschreiben, welche auf das Leben des Einzelnen wie auch das der Gemeinschaft schauen.]

 

Da die Freuden dieser Welt die Fähigkeiten der Phantasie nicht zufrieden stellen, die eine Diener der menschlichen Natur ist, hängt die umfassende Natur des Menschen (mit Sicherheit) an der Ewigkeit.

Der Erste: So wie der Mensch, anders als andere lebendige Wesen, Beziehungen zu der Welt hat, und so wie er Beziehungen zu seinen Verwandten besitzt, so hat er naturgemäß ernsthafte Beziehungen zur Menschheit insgesamt. Und so wie er eine zeitweilige Andauer in dieser Welt wünscht, so wünscht er sich leidenschaftlich die Unsterblichkeit im Reich der Ewigkeit. Und so wie er sich bemüht, die Bedürfnisse seines Magens nach(durch) Speise(n) zu stillen, so ist er naturgemäß dazu gezwungen, nach den Speisen der Mägen seines Geistes, seines Herzens und seiner Seele und seiner Menschlichkeit zu streben, die so weit wie die diesseitige Welt, ja vielleicht sogar so weit wie die Ewigkeit sind. Er hat solch große Hoffnungen und Wünsche, dass allein die ewige Glückseligkeit sie zufrieden stellen kann. Wie im Zehnten Wort erwähnt wurde, hatte ich einmal, als ich klein war, meine Phantasie gefragt: „Möchtest du eine Millionen von Jahren leben und diese Welt regieren, aber dafür aufhören, zu existieren oder möchtest du ewig leben, aber ein normales und schwieriges Leben haben? Ich sah, dass meine Vorstellung das Letztere wünschte, da sie angesichts des Ersteren Schmerz empfand und sagte: „Ich möchte für immer leben, sei es in der Hölle!“

Da die Freuden dieser Welt die Fähigkeiten der Phantasie nicht zufrieden stellen, die eine Diener der menschlichen Natur ist, hängt die umfassende Natur des Menschen (mit Sicherheit) an der Ewigkeit. Weil der Mensch, obwohl er von diesen endlosen Hoffnungen und Wünschen heimgesucht wird, als Kapital nur eine unbedeutende Fähigkeit des Willens und der absoluten (unbegrenzten) Armut besitzt, ist der Glaube an das Jenseits solch ein Schatz der Stärke und Fülle, solch ein Mittel zur  Freude und zum Glück, eine Quelle der Hilfe, der Zuflucht und ein Mittel zum Trost angesichts des endlosen Leidens in dieser Welt, und solch eine Frucht und ein Nutzen, dass, wenn das Leben dieser Welt dafür geopfert würde, um dies zu verlangen, dies ein billiger Preis wäre.

Seine zweite Frucht und sein zweiter Nutzen, welcher auf das persönliche Leben des Menschen betrifft:

Verwandlung seiner eigenen Qualen und der Freunde

in Glück und die geistlichen Freuden

Dies ist ein(e) Folge der großen Bedeutung, die im dritten Thema erklärt ist, und über die eine Fußnote im “Leitpfaden für die Jugend” existiert.

Die größte und stetigste Angst hegt der Mensch angesichts dessen, dass er den Ort der Hinrichtung betritt, den Friedhof, den gleichen, den seine Freunde und seine Verwandten betreten haben. Der armselige(hoffnungslose) Mensch, der bereit ist, für einen einzigen Freund sein Leben zu opfern, denkt an die Tausenden, Millionen, oder Tausenden von Millionen von Freunden, die hingerichtet wurden und in die Ewigkeit gegangen sind, und leidet so Qualen, die schlimmer als die Höllenqual(en) sind. Genau in diesem Moment kommt der Glaube an das Jenseits, öffnet seine Augen, hebt den Schleier. Er sagt ihm: „Schau!“ Er schaut mit den Augen des Glaubens und indem er sieht, dass diese Freunde vor dem ewigen Tod und Verfall bewahrt wurden und ihn glücklich in einer lichtvollen Welt erwarten, erfährt er die geistlichen Freuden, welche durch die Freuden des Paradieses hervorgerufen werden. Wir beenden dies hier und begnügen uns mit den Beweisen und Argumenten, die das Risale-i Nur enthält.

Ein dritter Nutzen, der das persönliche Leben betrifft:

Die Überlegenheit des Menschen über andere lebende Wesen wie auch sein hoher Rang beruht auf seinen erhabenen Eigenschaften, seinen umfassenden Fähigkeiten, seiner universellen Gottesverehrung und seines außerordentlichen Bereich des Seins. Doch die Tugenden, die er erwirbt, wie Eifer, Liebe, Brüderlichkeit und Menschlichkeit existieren im Ausmaß der vergänglichen Gegenwart, die zwischen die Vergangenheit und die Zukunft gedrängt ist, die beide nicht existieren, die tot und schwarz sind.

Beispielsweise liebt und dient er seinem Vater, seinem Bruder, seiner Frau, seiner Nation und seinem Land, die er früher nicht kannte und die er, nachdem er von ihnen gegangen sein wird, nie mehr sehen wird. Er würde äußerst selten dazu fähig sein, vollkommene Loyalität und Aufrichtigkeit zu erreichen, und seine Tugenden und Vollkommenheiten würden entsprechend geringer werden. Gerade aufgrund seines Verstandes ist er kurz davor, vom höchsten der Tiere zum niedrigsten und armseligsten herabzustürzen und dann kommt ihm der Glaube zu Hilfe. Er erweitert die Gegenwart, die so einengend ist wie das Grab, bis sie die Vergangenheit und die Zukunft umfasst und so weit wie die Welt wird und zeigt, dass sich die Grenzen des Seins von der Vorewigkeit bis zur Nachewigkeit erstrecken. Indem er an seinen Vater im Reich der Glückseligkeit und der Welt der Seelen denkt, und daran, dass die Brüderlichkeit seiner Geschwister bis zur Ewigkeit weitergeht, und er weiß, dass seine Frau ebenfalls eine schöne Gefährtin im Paradies sein wird, wird er sie lieben und achten und ihnen freundlich zu Hilfe sein. Er wird die wichtigen Pflichten, die Beziehungen in der großen Sphäre des Lebens und des Seins nicht für wertlose Angelegenheiten dieser Welt, wie kleinmütige Missgunst und Interessen, ausnutzen. Seine guten Eigenschaften und Errungenschaften werden in so einer Weise voranschreiten, dass er erfolgreich dabei ist, wahre Loyalität und Aufrichtigkeit zu zeigen, sein Charakter als Mensch wird sich entwickeln. Auch wenn er nicht die Freuden des Lebens bezieht, die selbst ein Spatz bezieht, wird er der bedeutendste und glücklichste Gast im Universum sein, allen Tieren überlegen, und der am meisten geliebte und der am besten angenommene Diener des Besitzers des Universums…

Ein vierter Nutzen aus dem Glauben an das Jenseits, welcher das gesellschaftliche Leben betrifft:

Eine Zusammenfassung dieses Ergebnis ist im Neunten Strahl des Risale-i Nur vorgestellt. Es ist Folgender:

Die Kinder – die Älteren – die Jugend – die Kranken, die Unterdrückten, die vom Unglück Verfolgten, die Armen und die Gefangenen

Kinder, die ein Viertel der Menschheit ausmachen, können allein durch den Glauben an das Jenseits eine menschliche Existenz führen und ihre Fähigkeiten als Menschen erhalten. Sonst würden sie als kindliche, leere Existenzen dahinleben und ihre Schmerzen mit unbedeutendem Spielen betäuben. Denn auf ihren sensiblen Geist und ihre schwachen Herzen, die in der Zukunft weitreichende Wünsche hegen werden wie auch auf ihre verletzlichen Seelen hat das ständige Sterben von Kindern wie sie um sie herum den Effekt, dass ihr Geist und ihr Leben zu einem Instrument der Qual wird. Aber durch die Anweisungen im Glauben an das Jenseits fühlen sie anstatt ihrer Angst und der Spiele, hinter denen sie sich versteckt hielten, um diesen Tod nicht zu sehen, eine Freude und sagen: „Mein Bruder oder mein Freund ist gestorben und ein Vogel im Paradies geworden. Er fliegt herum und freut sich mehr als wir es tun. Meine Mutter ist gestorben, aber sie ist zur Göttlichen Gnade gegangen. Sie wird mich im Paradies wieder in die Arme nehmen und ich werde sie wieder sehen.“ Sie können in einem der Menschlichkeit angemessenen Zustand leben.

Angesichts des baldigen Endes des Lebens und des nahenden Grabes, des sichtbaren Endes der schönen und liebenswerten Welten, ist es allein der Glaube an das Jenseits, durch den die Älteren, die ein weiteres Viertel der Menschheit ausmachen, Trost finden. Diese freundlichen, ehrwürdigen Väter und zärtlichen Mütter würden ansonsten solch eine Verstörung der Seele und einen Aufruhr des Herzens verspüren, dass für sie die Welt ein verzweifelndes Gefängnis und das Leben für sie eine garstige Folter würde. Doch dann sagt ihnen der Glaube an das Jenseits: „Seid unbesorgt. Ihr habt eine unsterbliche Jugend, ein strahlendes, ewiges Leben erwartet euch. Ihr werdet die Kinder und Verwandten in Freude wiedersehen, die ihr verloren habt. Alle eure guten Taten sind bewahrt worden und ihr werdet belohnt werden.“ Dies bereitet ihnen solch einen Trost und eine Freude, dass, müssten sie das Alter einhundert Mal zur gleichen Zeit erleben, es sie nicht zur Verzweiflung bringen würde.

Ein Drittel der Menschheit macht die Jugend aus. Aufgrund ihrer aufrührenden Gefühle sind die Jungen nicht immer in der Lage, ihren kühnen Verstand zu kontrollieren und werden von ihren Leidenschaften überwältigt. Wenn sie dann ihren Glauben an das Jenseits verlieren und sich nicht an die Qualen der Hölle erinnern, so bringt dies das Eigentum und die Ehre der aufrichtigen Menschen in der Gesellschaft in Gefahr wie auch den Frieden und die Selbstachtung der Schwachen und Älteren. Ein Jugendlicher mag das Glück eines zufriedenen Heims für das Vergnügen einer Minute zerstören, indem er zu einem wilden Tier degeneriert und dann vier oder fünf Jahre dafür die Strafe im Gefängnis bezahlt. Wenn ihm der Glaube an das Jenseits zu Hilfe und er schnell zu Sinnen kommt und sagt: „Es ist wahr, der Informant der Regierung kann mich nicht sehen und ich kann mich vor ihm verstecken, aber die Engel des Glorreichen Herrschers, der ein Gefängnis wie die Hölle hat, sieht mich und nimmt alle meine schlechten Taten auf. Ich bin nicht frei und unabhängig, ich bin ein Reisender, der seine Pflichten hat. Eines Tages werde auch ich alt und schwach sein.“ Plötzlich beginnt er, Sympathie und Achtung zu empfinden für diejenigen, die er so grausam angegriffen hat. Dies ist ebenfalls mit Beweisen im Risale-i Nur erläutert, da wir dies für ausreichend halten, halten wir es hier kurz.

Ein anderer wichtiger Teil der Menschheit sind die Kranken, die Unterdrückten, die vom Unglück Verfolgten wie wir, die Armen und die Gefangenen, die eine schwere Strafe erhalten haben. Wenn der Glaube an das Jenseits ihnen nicht zur Hilfe kommt, so verwandeln der Tod, an den sie ständig durch Krankheit erinnert werden, die ungerächten Fehler, der arrogante Verrat der Unterdrücker, vor dem sie ihre Ehre nicht retten konnten, die furchtbare Verzweiflung, die daher herrührt, weil sie ihr Eigentum oder ihre Kinder in ernsthaftem Unglück verloren haben, die Sorge, für vier bis fünf Jahre unter den Qualen des Gefängnis zu leiden aufgrund einer oder zwei Minuten, einer oder zwei Stunden von Freude, dies alles verwandelt für diese Unglücklichen die Welt in ein Gefängnis und das Leben in eine große Qual. Aber wenn der Glaube an das Jenseits ihnen zu Hilfe kommt, so atmen sie plötzlich frei und ihre Sorgen, ihre Verzweiflung und Angst, ihr Zorn und Wunsch nach Rache vergehen zum Teil zeitweise oder gar völlig entsprechend ihrer Glaubensstärke.

Ich kann sogar sagen, dass der Glauben an das Jenseits mir und einigen meinen Brüdern in dieser Furcht erregenden Zeit der Gefangenschaft nicht ohne Grund geholfen hat, es für einen Tag auszuhalten wäre genauso traurig wie der Tod und hätte uns dazu getrieben, das Leben aufzugeben. Aber aller Dank sei Gott, anstatt die Sorgen meiner Brüder zu teilen, die ich so liebe wie mein eigenes Leben, trotz des Weinen und der Sorgen um die Tausenden von Abschriften des Risale-i Nur und meiner vergoldeten, verzierten und wertvollen Bücher, die ich so liebe wie meine Augen, und obwohl ich niemals die kleinste Kränkung aushalten konnte oder mich beherrschen lassen wollte, schwöre ich, dass das Licht und die Stärke des Glaubens an das Jenseits mir Geduld, Ausdauer, den Trost und die Festigkeit gegeben hatten. In der Tat, es erfüllte mich mit einer Begeisterung, durch die Gewinn bringenden und lehrreichen Anstrengungen dieser Qual eine größere Belohnung zu erlangen, denn wie ich zu Beginn dieser Abhandlung sagte, wusste ich selbst, dass ich in einer guten Medrese(Lehrhaus) oder Schule war, die des Titels der „Schule Josefs“ würdig ist. Wenn es nicht nur um die gelegentliche Krankheit und die Probleme des Alters gegangen wäre, so hätte ich sogar besser und mit noch leichterem Mut an meinen Lektionen gearbeitet…